Fröhliche Gedanken

Diese Rubrik bildet mein ganz persönliches Tagebuch, und somit meine Sicht der Dinge. Alltägliches und was mir grad so durch den Kopf geht.

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29.11.2017

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu und selten kam mir ein Jahr so kurz vor wie dieses. Im Prinzip ein gutes Zeichen, da es darauf hinweist, dass ich äusserst produktiv war, was meine künstlerischen Aktivitäten betrifft.

Die Neuerfindung meiner 2009 entstandenen Kommissar Fröhlich Serie zeigt erste Früchte. Die Vorproduktion läuft ebenfalls auf vollen Touren, denn ich bin bereits bei Band 14 angelangt. Kommissar Fröhlich 11 ist soeben erschienen. Somit sind innerhalb 1 Jahres 3 neue Bände a 104 Seiten erschienen.

Der Erscheinungsmodus von alle 4 Monate 1 Band wurde also eingehalten. Kontinuierlich ist hier das magische Wort. Denn nur so kann der Weg zum Erfolg aussehen. An Ideen mangelt es nicht, das neue Jahr 2018 dürfte somit interessant und Fröhlich werden.

05.08.2017

Grad hat Mopo-Kultur-Redakteur Till Stoppenhagen ein sehr schönes und einfühlsames Fröhlich Porträt in der Kultur-Rubrik der Zeitung auf einer Doppelseite verfasst. Es war mir in dem längeren Telefon-Interview einfach  ein inneres Bedürfnis darauf hinzuweisen, dass Kommissar Fröhlich auch eine sensible Seite hat. ( Die besonders durch seine uneheliche Tochter Magda hervorgerufen wird.) Fröhlich soll möglich von dem Ballast jeglicher Krimi-Klischees befreit sein, denn dies ist schliesslich keine konventionelle Krimiserie. Vielmehr eben eine Dramaserie mit mehreren Facetten.Fröhlich-Mopo-Artikel 2017

 

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24.05.2017

Der heutige Anlass ist leider kein fröhlicher. Schauspieler Roger Moore ist mit 89 gestorben. Die Generation der heute über 50 Jährigen ( ich inbegriffen) dürfte da ein paar Tränen vergiessen. Unvergessen die Zeit als man in den 70. Jahren  freudestrahlend vor dem Röhren-Tv gesessen hatte, um Krimiserien wie Simon Templar oder >> die 2<< zu geniessen. Die 2 hatte zwar lausige Drehbücher aber dank Synchrogenies wie Rainer Brandt konnte man dem Gespann Roger Moore/ Tony Curtis so ziemlich jeden tiefergelegten Kalauer unter die Kauleiste schieben. Der Rest war halt zum Teil langweiliger Füllstoff. ( Ähnlich wie bei Terence Hill / Bud Spencer) Lang ist’s her…und man muss diese Form der Unterhaltung inzwischen wohl als historische Pionierarbeit betrachten. Wie wäre die Zeit damals gewesen ohne  diese Form der Ablenkung? Richtig! Unerträglich bieder!!! Damals hatte man nach jeder Form der Zerstreuung verzweifelt gesucht, denn es bestand noch nicht das gewaltige Sortiment an Vielfalt in der Unterhaltungsindustrie wie Heute. TV war angesagt und Serien im Nachmittags sowie Abendprogramm noch rar gesät. Serien liefen auch nicht täglich…man konnte von Glück reden wenn wöchentlich 1 Folge der eigenen Lieblingsserie ausgestrahlt wurde. Danach kam dann die Ernüchterung, denn man durfte wieder eine ganze Woche auf die nächste Folge warten. Roger Moore kommt aus dieser Zeit und passte in diese Zeit wie kein zweiter. Anfangs noch als geschmeidiger Detektiv Simon Templar ( Dem nach jeder Schlägerei die Frisur durcheinanderwirbelte. Anfang der 60. gab es scheinbar noch keine wirklich tauglichen Haarfestiger) Auch waren die Folgen natürlich Anfangs in S/W. Auf Simon Templar ( Der mit dem Heiligenschein) folgte jedenfalls >> Die 2 << ( Mit der für mich heute immer noch genialen Titelmelodie von Komponist John Barry.) Selbiger sollte sich später dann auch für die James Bond Reihe verantwortlich zeigen. Anfang der 70. folgte dann der Wechsel vom TV zum Kino. Der Bondmüde Sean Connery benötigte dringend einen frischen Nachfolger. Roger Moore kam da wie gerufen und mit ihm folgte   der schwarze süffisante Humor in die wohl bis heute erfolgreichste Kinoserie. Das Konzept war zwar immer dasselbe…aber der hinzugefügte augenzwinkernde Humor war neu und belebend. Entweder man liebte es oder man hasste es. ( Aber ist das nicht mit allen Dingen so?) Roger Moore hatte jedenfalls 1973 die Feuertaufe mit dem ersten 007-Thriller “ Leben und sterben lassen“ furios bestanden. Der Streifen knallte zudem voll in die Blacksploitation-Welle in den USA. Dort machten sich z.B. grad dunkelhäutige Schauspieler wie Richard Roundtree als Shaft und Pam Grier als Coffy einen Namen. Afrolook-Einflüsse waren somit im ersten  Roger Moore 007 Streifen unvermeidbar und trugen stark zur Atmo und somit zum Erfolg des Filmes bei. Kein geringerer als Paul McCartney von den Beatles steuerte schliesslich den Titelsong bei. Die weiteren Bond Filme folgten im gewohnten 2 Jahres Abstand. Roger Moore blieb in den Pausen somit Zeit für einige Action -Ausflüge ausserhalb der Bond -Reihe. 1976 machte er somit einen Abstecher nach Italien und drehte dort an der Seite von Stacy Keach den Mafiareisser “ Abrechnung in San Francisco“ ( Auch bekannt unter Opium-Road) Der wurde nicht so stark beworben wie die Bond Reihe und landete somit eher in den Programmkinos. ( Wo ich ihn natürlich begeistert konsumiert habe mit grad mal 14 Jahren) Weiter folgten actionlastige Kriegsabenteuer wie z.B. “ Brüll den Teufel an“ ( an der Seite von Lee Marvin), “ Die Wildgänse kommen“( Mit den Kampftrinkern Richard Burton+ Richard Harris), Flucht nach Athena ( Mit Telly Savallas, David Niven und Elliot Gould) sowie “ Die Seewölfe kommen“ ( Mit Gregory Peck, Trevor Howard). Alle bis Ende der 70. Jahre. in den 80. Jahren brach dann ein neues Zeitalter an mit jüngeren brachialeren Helden aus der Anabolika-Muckibude. Die Zeit der klassischen Helden schien somit vorbei. Roger Moore war ein wesentlicher Bestandteil des klassischen, charismatischen Gentlemen-Helden ( Fast vergleichbar mit einem Gregory Peck) Positiv hervorzuheben wäre abschliessend natürlich noch die Roger Moore Stamm-Synchronstimme von Niels Clausnitzer (1930-2014) Dadurch wurde der schwarze Humor nochmal zusätzlich massgebend geprägt. Alles gute Sir Roger, deine treuen Fans werden dich nicht vergessen.

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22.04.2017

Brrr… der Frühling ist zwar da…aber es ist im Norden immer noch recht frisch, für mein Empfinden. Die Fröhlich-Maschinerie arbeitet jedenfalls auf Hochtouren. Im Mai 2017 erlebt Neuzugang im Fröhlich-Universum MAGDA ZANOWSKI endlich ihren ersten grossen Auftritt in Band 10. ich bin aufgeregt wie lange nicht mehr…denn durch Magda wird die Serie nun in eine etwas andere Richtung gelenkt. Die Reihe wird also deutlich facettenreicher als bisher.s.01 Ko

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06.03.2017

Der Frühling ist da! Die dunklen und kalten Tage sind scheinbar vorüber und man kann somit jetzt wieder etwas entspannter seiner kreativen Tätigkeit nachgehen. Mit dem Frühling startet auch der neue Kommissar Fröhlich Band 10- heilige Stimmen durch. Dieser Band ist ab Ende April 2017 erhältlich. Wieder 104 Seiten stark mit einer neuen Nebenfigur im Fröhlich-Universum. Fröhlich`s uneheliche Tochter Magda Zanowski tritt in Erscheinung. Für mich ist Magda inzwischen das Herz+ die Seele meiner Krimi-Serie. Das wird einiges geschehen mit der neuen Figur, das kann ich jetzt schon versprechen… denn ich schreibe bereits wie im Wahn an Band 14… und wie schon mehrfach erwähnt: Diese Graphic Novel ist jetzt auch etwas für Frauen!

S 02

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24.03.2017

Inhaltliche Vielfalt bei Kommissar Fröhlich. Als Autor bin ich immer stärker bemüht der Serie möglichst viele Facetten zu verpassen. Kein Fall soll möglichst mit dem vorherigen vergleichbar sein. Eine Dramaserie wie Kommissar Fröhlich ( bei der allerdings auch gelacht werden darf) bietet da reichhaltig Möglichkeiten. Die noch nicht publizierten Fälle 10+11 liegen bereits ebenfalls fertig vor. Ich schreibe somit schon an den Fällen 12+13 und es wird jede Menge Überraschungen geben, auch was die Nebenfiguren betrifft. Eine der wenigen deutschen Comicserien die somit auch für Frauen geeignet ist.s.02 Ko

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21.03.2017

Die Hustenwelle hat Deutschland irgendwie fest im Griff. Meine eigene Mutter plagt sich nun seit über 3 Wochen damit herum. Grund genug sich vielleicht mal Gedanken über einen Erkältungskrimi zu machen. Eine Krimidramaserie wie Kommissar Fröhlich bietet da ja einiges an Möglichkeiten. Auch da Fröhlich selbst ja nicht grad besonderen Wert auf eine ausgewogene Ernährung legt.s.39 Ko

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17.03.2017

Inzwischen arbeite ich bei den neuen Fällen von Kommissar Fröhlich verstärkt daran auch ein weibliches Publikum für diese Serie zu begeistern. Serien für Frauen auf dem Comicmarkt gibt es meiner Meinung nach viel zu wenige. Zu dem Zweck wird ab Band 10 ( Der wohl im Frühling erscheinen dürfte) eine weitere wichtige Figur dem Fröhlich-Universum hinzugefügt. Magda Zanowski, die uneheliche Tochter des Kommissars steht ab der nächsten Publikation vor der Haustür des Kommissars. Fröhlich reagiert darauf zunächst gewohnt schroff, doch dann erweicht ihre Präsenz sein Herz Stück für Stück. Die Einführung von Magda war wichtig, auch um zu zeigen dass der Kommissar Gefühle besitzt. Die Serie tendiert somit auch ein wenig gegen die altbewährten gängigen Klischees.s.03 Ko

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15.03.2017

Deutschland keucht und fleucht! Momentan geht scheinbar in ganz Deutschland ein merkwürdiger Husten um, welcher sich hartnäckig hält.(auch in meinem Umfeld) Eingeschleppt durch das umliegende Krankenhaus, welches sich natürlich ganz hervorragend eignet um Pestbazillen jeder Art unter das Volk zu bringen. Da kann man sich noch so gut schützen wollen… gegen Viren-Verteiler dieser Art ist man geradezu machtlos. Dank Schutzmaske bin ich selbst bisher verschont geblieben. Die Zeit wurde bisher von mir genutzt, um an weiteren Kommissar Fröhlich Skripten zu arbeiten. Der aktuelle Band 9 Kommissar Fröhlich-wenn Kowalski kommt in  Graphic Novel Form auf 104 Seiten ist mittlerweile seit Anfang 2017 erhältlich. Ich arbeite bereits an dem Skript zu den Bänden 12+ 13. Die neuen Bände werden jede Menge Abwechslung in die s.57 KoSerie bringen. Kein Band wird also ausfallen wie der vorherige. Ich halte da einige inhaltliche Überraschungen parat. Was man ja auch von einer wertigen Krimi-Dramaserie wie Kommissar Fröhlich erwarten darf.

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o6.03.2017

Es geht bei mir momentan etwas drunter und drüber. Das gesamte Umfeld ist krank und ich laufe ständig mit einer Atemmaske rum, um mich nicht   mit einem Erkältungs-Virus zu infizieren. Das alte Klischee mit dem Krankenhaus. Man kommt kränker raus als man reinkommt. Darum wohl auch der Name KRANKENHAUS…weil man dort eben krank wird. Sonst würde es wohl GENESUNGSHAUS heissen. Im moment bedeutet das für mich arbeiten mit angezogener Handbremse. Fröhlich kann jedoch nicht so leicht aufgehalten werden. Ich hab grad nebenbei das Skript zu Fall 12 verfasst. Es müsste somit eigentlich drinliegen 3 Farbbände a 104 Seiten pro Jahr zu publizieren. An Ideen mangelt es ja nicht. Kommissar Fröhlich Band 9-wenn Kowalski kommt ist erschienen und die Bände 10+11 bereits fertiggestellt. Wieder mal alles eine Frage der Erfahrung und Technik um ökonomisch arbeiten zu können. So, jetzt ist es wieder Zeit die Atemmaske aufzusetzen und das Umfeld zu verpflegen. Anbei eine Seite aus Band 11.S 24

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12.02.2017

TATÜ TATA TATÜ TATA…. Auch wir Künstler und Autoren bleiben nicht von Schicksalsschlägen verschont. Gestern hatte mein Vater (80) einen leichten Schlaganfall. Nach versagen des Sprachzentrums wurde sofort der Rettungswagen gerufen, der auch schnell vor Ort war. ich machte die Begleitperson und durfte mal mit Sirene fahren. Nebenbei erfuhr ich dann einige Details über den Beruf des Rettungssanitäters, der wahrlich keinen leichten Job hat. Da es ein Samstag war, ging es im Stader Krankenhaus dann auch etwas ruhiger zu. Für mich war es dann sozusagen unfreiwillige Recherche vor Ort…die sicherlich in einem der nächsten Kommissar Fröhlich Bände verwertet wird.

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05.02.2017

Die gute Nachricht gleich vorweg: der aktuelle Kommissar Fröhlich 9- wenn Kowalski kommt hat einen recht guten Verkaufsstart hingelegt. Der neue frische Look und die gefälligen Farben waren also eine richtige Entscheidung. Das Stader Wochenblatt hat meinem Kommissar nun auch eine kleine Ecke gewürdigt. Es geht voran , denn es sollen noch 2 weitere Bände a 104 Seiten dies Jahr veröffentlicht werden.Fröhlich 9 Bericht

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23.01.2017

Der aktuelle Kommissar Fröhlich Band 9-wenn Kowalski kommt ist jetzt seit einigen Tagen erhältlich. Ideal für Neueinsteiger der Serie. Wer also einen Versuch wagen möchte, der sei hiermit herzlichst eingeladen. 2 weitere Bände werden 2017 noch folgen. Die Wartezeit zwischen den vereinzelten Storys dürfte somit diesmal etwas kürzer ausfallen. Ich bin seit 30 Jahren erstmals zu 100% zufrieden mit der Ausführung. Meist geht ja im Druck noch irgendwas schief. Diesmal wurde ich allerdings von Pleiten, Pech und Pannen verschont. Das Buch ist im handlichen 17 x 24 cm erschienen und somit auch wunderbar im Bett zu konsumieren. Durch den Verlagswechsel von Epsilon zu Gringo-Comics hatte sich die Formatsänderung quasi von ganz allein ergeben. Für die Krimithematik halte ich dies wertige Kleinformat aber wesentlich geeigneter als das klassische Francobelgische Albumformat. Auch war die Umstellung schon wegen meines an Hugo Pratt angelehnten Zeichenstiles unabwendbar. Die 104 Seiten pro Band tun ihr übriges. Hier wirkt inhaltlich nichts mehr gequetscht…ich verfüge hier endlich über den nötigen erzählerischen Spielraum als Autor. Die Leserinnen/Leser dürfen sich also in Zukunft auf einige spannende Fälle freuen…denn dies ist erst der Anfang.

F 9 Cover K. Neu SZ farbe 1-1

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13.01.2017

Neustart für Kommissar Fröhlich!

Das neue Jahr 2017 bildet diesmal ein ganz besonderes für meinen Hauptermittler und somit auch für seinen kreativen Schöpfer. 2016 ging es mal wieder nicht nur in der Welt drunter und drüber. Auch im Kommissar Fröhlich-Kosmos war viel passiert. Es war sozusagen ein Jahr voller Veränderungen und somit auch Erneuerungen. Der neue 104 Seiten Spielraum pro Buch ermöglicht nun endlich eine völlig neue und umfangreiche Erzählstruktur, denn ein Schwergewicht wie Kommissar Fröhlich benötigt vor allem eines: PLATZ! 

Somit kann ich nun endlich in’s Detail gehen und wesentlich tiefer in die Charaktere der Serie einsteigen als dies bisher der Fall war. Ich hätte mir eine Entwicklung dieser Art natürlich schneller gewünscht, aber letztendlich ist mal wieder der Weg das Ziel! Ergänzt wurde das Fröhlich-Universum nun auch um eine neue wichtige zentrale Nebenfigur die auch wieder eine interessante Nebenhandlung ermöglicht, denn auch der Privatbereich von Fröhlich soll natürlich nicht zu kurz kommen. Wie schon mehrfach angedeutet, es handelt sich hierbei schliesslich um eine kraftvolle Krimi-Dramserie. Ich möchte aber an dieser Stelle noch nicht allzuweit vorausgreifen. Erstmal jetzt der Stichtag, der für die Fröhlich Fans am wichtigsten sein dürfte.(Eine positive Nachricht an einem Freitag dem 13 ten! Na, das ist doch mal was.)

Der aktuelle neue Band Kommissar Fröhlich-wenn Kowalski kommt, ist ab dem 17.01.2017 offiziell erhältlich.

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05.01.2017

Platz für Neues!

Das neue Jahr startet gleich mal wieder mit einer Veränderung für mich. Ursprünglich war mein Kommissar als Sidekick in einer Cartoonbuchreihe geplant. Der für mich nur schwer einzuschätzende Herausgeber hat es sich aber letztendlich anders überlegt. Mir kam das zugegebenermassen nicht ganz ungelegen, da ich bei den neuen Fällen um das Schwergewicht jetzt stärker um Seriösität bemüht bin… und Drama und Cartoon passt nun nicht wirklich unter einen Hut. Der Kopf ist also wieder frei für die eigentliche Buchreihe um Deutschlands schwergewichtigsten Kommissar.

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01.01.2017

Prost Neujahr!

Wieder verging ein Jahr wie im Flug. Für mich war das Jahr 2016 ein sehr wichtiges, da es mir dazu diente mich in meiner Tätigkeit als Autor/ Künstler neu zu definieren. Kein leichtes Unterfangen, da man quasi sein innerstes nach aussen krempeln musste. Es war aber eine längst überfällige Notwendigkeit, wenn ich Kommissar Fröhlich auch weiterhin sinnvoll in Szene setzen wollte. Vieles an meiner eigenen Kreation hatte mir missfallen und bedarf dringend einer Generalüberholung. nicht nur in der Optik sondern auch in seiner ureigenen Erzählstruktur. Der neue Umfang von 104 Seiten pro Story wäre sonst wahrlich unnütz gewesen. Es war ein hartes Stück Arbeit kritisch mit sich selbst in’s Gericht zu gehen, aber letztendlich notwendig , auch um sich von den meisten anderen Comics abzuheben. Die Zeiten haben sich geändert, aber viele Künstler versuchen meiner Meinung nach irgendwie nach wie vor krampfhaft die Comic- Vergangenheit am Leben zu erhalten. Verglichen mit heutigen DVD -Serien entsteht irgendwie eine immer grösser werdende inhaltsbezogene Kluft zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Comicmedium überwiegend mit berauschenden Bildern zu bereichern und dabei gleichzeitig gute Erzählungen zu vernachlässigen, halte ich persönlich für den falschen Weg. Man könnte da auch das heutige Effekt-Kino mit den derzeitigen Serien im TV vergleichen, die mit sozialkritischen Inhalten glänzen die auch unter der Oberfläche kratzen. Mini-Krimserien wie “ die Brücke“ oder „ True Detective“ bilden da nur 2 positive Beispiele unter vielen. Die Welt benötigt also wieder Visionäre/ Geschichtenerzähler die zum denken anregen, anstatt einen nur mit belanglosen Augenfutter zu berieseln. Somit wird auch für mich die Autorenaufgabe zukünftig nochmal zu einer grossen Herausforderung mit inzwischen Anfang 50.

Einen kleinen Vorgeschmack der neuen Richtung gibt es nun mit dem neuen „Kommissar Fröhlich Band 9-wenn Kowalski kommt„, in dem einem vieles neu erscheinen mag, obwohl das Grundgerüst, das Fundament natürlich erhalten bleibt.

Erhältlich wohl ab Ende 01.2017!F 9 Cover K. Neu SZ farbe 1-1

 

 

22.12.2016

Das Jahr neigt sich erneut dem Ende zu und ich hab endlich meine Belegexemplare von „Kommissar Fröhlich-Wenn Kowalski kommt“ erhalten. Das Buch ist mit 104 Seiten das bisher dickste aus der Fröhlich Reihe und man hat für die 12,90€ wirklich lange was zu lesen. (Beim testlesen in Normalgeschwindigkeit kam ich auf etwa 75-80 Minuten.) Der Krimi ist diesmal wirklich sehr dialoglastig ausgefallen, was aber auch von mir beabsichtigt war. Denn mit diesem Band schlage ich ein neues Kapitel auf in Richtung ernsthafter Autoren-Comic. Wer also z.B. erzählerische Comickost ala Tardi bevorzugt, dürfte vom aktuellen Fröhlich nicht enttäuscht sein. Da mein Verleger grad von persönlichen Problemen in’s neue Jahr begleitet wird, dürfte der Band allerdings erst ab Januar 2017 erhältlich sein. Wer das neue Jahr also etwas entspannter angehen will, ist mit dieser ruhigen aber kraftvollen Graphic-Novel bestens beraten. Da sich der Erscheinungstermin nun etwas verzögert hat, gehe ich diesmal von 3 neuen Fröhlich Buchveröffentlichungen bei Gringo Comics aus für das Jahr 2017. Also gute Neuigkeiten für alle Fröhlich-Fans.

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16.12.2016

Weihnachten steht mal wieder vor der Tür ( das ewige Deja Vue) und ich freue mich ehrlich gesagt nur auf eines…den 1 Januar. Denn dann ist dieser ganze Business-Zirkus erstmal wieder für 12 Monate Geschichte. Immerhin ist der Weihnachtsmann ja in Wirklichkeit eine Erfindung einer bekannten, gerissenen Limonadenfirma.( Darum auch das Rot) Der Dezember ist scheinbar auch der Monat wo alle Familien zusammengeführt werden sollen… zu ewig geheuchelter Harmonie. Somit dürfte der Dezember dann wohl eher der Monat mit den meisten Auseinandersetzungen werden, denn Friede unter den Menschen dürfte wohl ein Trugschluss sein, sozusagen ein Wunschgedanke der niemals in Erfüllung gehen wird. Das ist auch der Grund warum ich Kommissar Fröhlich inzwischen zu einer Krimidramaserie umgemodelt hab. Nun bedeutet Drama aber letztendlich nicht nur Leid und Tod, sondern man kann der Sache natürlich auch Fröhliche Momente abgewinnen. Komik und Tragik liegen ja meist sehr eng beieinander. In manchen Situationen des Alltags weiss man manchmal ja auch wirklich nicht ob man nun lachen oder weinen soll. Auf jeden Fall sollte man diesen Monat vielleicht  nutzen um mal wieder zu sich selbst zu finden und sein eigenes Leben zu überdenken. Dafür braucht es natürlich eine gewisse Ruhe…und ebenso wird diese benötigt um den neuen Kommissar Fröhlich 9- wenn Kowalski kommt geniessen zu können. Dieser ist jetzt frisch aus der Druckerei gekommen und bildet einen kompletten Neustart der Serie. Mit 104 Seiten Lesestoff der bisher volumenfreudigste Band. Wer an dem seine Freude hat, braucht auch auf den bereits fertiggestellten Band 10 nicht lange zu warten, denn ab jetzt soll die Kommissar Fröhlich Reihe regelmässiger erscheinen als bisher. An dem wahren Leben nachempfundenen Geschichten mangelt es nicht, denn bekanntermassen schreibt ja die besten Geschichten das Leben selbst. Das endlose Drama geht also weiter unerbittlich seinen Weg. Fröhliche Feiertage! (Das ist jetzt Ausnahmsweise mal nicht ironisch gemeint.)

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23.11.2016

Der Countdown läuft. Kommissar Fröhlich 9 müsste innerhalb der nächsten 14 Tage erhältlich sein.

Ich habe viel und lange am neuen Stil herumgetüftelt. Vieles wurde vereinfacht und modernisiert …auch um die Story jetzt visuell besser transportieren zu können. Es steckt also viel Schweiss und Mühe in der neuen Arbeit. Der Stil steht somit und wird in den nächsten Jahren beibehalten und noch verfeinert werden. Die erweiterte Seitenzahl auf 104 ermöglicht mir nun auch eine wesentlich komplexere Erzählweise. Für mich der bisher stärkste Fröhlich in jeder Beziehung.

ansicht umschlag-fröhlich 9

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15.11.2016

Uff, mein Vater wird heute 80! Es hat schon was heimtückisches wie die Zeit teilweise unscheinbar voranschreitet. Da gehen einem schon merkwürdige makabre Gedanken durch den Kopf. Haben einen also quasi die eigenen Eltern altersmässig schon überlebt? Die Zukunft wird es zeigen… oder wie Freddy Mercury (Queen) mal so schön sang: Time stops for Nobody! Vielleicht mal ein ganz gutes Thema für einen der nächsten Fröhlich Bände.

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13.11.2016

( EINE ERINNERUNG AN EINE FAST VERGESSENE (KINO)ZEIT!)

Die Zeit rast…je älter man wird, je mehr erhöht sich die Geschwindigkeit Richtung Grube. Ich will jetzt nicht mit dem Zitat: Keiner kommt hier lebend raus aufwarten, aber wenn man wie ich inzwischen altersmässig ein halbes Jahrhundert überschritten hat, zieht man schon mal eine Bilanz des eigenen Lebens. Ich bilde da wohl keine Ausnahme. Somit hatte ich mal wieder nach dem WARUM gesucht. Warum tut man das was man tut? Ich hatte nach dem Auslöser meiner Tätigkeit gesucht. Warum schreibe und zeichne ich seit Jahrzehnten Comics? Warum macht man sich freiwillig zum gesellschaftlichen Aussenseiter? Warum dieses unnachgiebige schwimmen gegen den Strom gegen alles und jeden? Gegen das System, gegen bürgerliche Moral, gegen Dummheit und Intoleranz, machthungrige Politiker, Atomkraft, den 3ten Weltkrieg, gegen alles was man nicht will und trotzdem irgendwie widerwillig zynisch ertragen muss.

Nach so vielen Jahren tut man als Künstler vieles mechanisch und vergisst die eigentliche Motivation und Inspiration. Vieles wird zur manchmal lustlosen öden Gewohnheit. Man tut all das weil man es kann… und nicht mehr weil man verrückt danach ist es zu tun.

Das war mal anders…als ich vor über 30 Jahren mittags gelangweilt über den hamburger Steindamm tingelte, blieb ich irgendwie an den City Kinos hängen. Meine Aufmerksamkeit wurde neben einigen Filmfotos durch Zeitungsausschnitte im Aushängefenster geweckt. Ein amerikanischer Independent-Filmemacher war wegen angeblicher Gewaltverherrlichung in den USA in die Kritik geraten. Das war interessant, denn zu dieser Zeit (Ich rede hier vom Jahr 1976/77) waren schon einige recht rabiate Streifen gelaufen. Was war hier also anders als bei den anderen Filmemachern?

Ich fing an die Zeitungsartikel im Aushang begeistert zu verschlingen.Je mehr auf diesem jungen aufstrebenden Filmemacher von den Kritikern rumgehackt wurde, je mehr fing er an mich zu interessieren. Es gab also ausser mir noch andere Rebellen die sich recht rüde mit ihrer Aussenwelt anlegten. Ohne diese Zeitungsartikel wär ich vermutlich weitergeschlendert ohne diesem bis dato unbekanntem Filmemacher grössere Beachtung zu schenken. So folgte ein Blick auf die nächste Vorstellung in diesem Theater und ein Griff in die eigene Brieftasche, die wie gewohnt leer war…aber für diesen Streifen sollte es noch grad reichen.

Damit folgte Problem Nr.2 …die Altersfreigabe! Ein Streifen der so in der Kritik war, konnte unmöglich ab 16 sein. Wie kam man also in einen Film ab 18 wenn man grad mal knapp über 16 war? (und leider keinen Tag älter aussah!) Der Steindamm befand sich zum eigenen Vorteil in einer Drogen- Jugendstrich  und Spielhallen Gegend wo nicht so genau hingeguckt wurde. Zur Mittagszeit war man dort vermutlich froh wenn sich hier überhaupt eine handvoll Leute in’s Kino verirrten. Es gab also keine unangenehmen Fragen an der Kinokasse.( Ich glaube, an diesem Tag hatte ich noch nichtmal meinen Personalausweis dabei.) Ich kam also nur kurz in Schwitzen und fand mich schliesslich in einem kleineren abgedunkelten Kino wieder. Der Urin+Haschgeruch war unverkennbar, hier residierten die Gestalten der Nacht, die durch’s Netz gerauschten, die, die niemand vermisste. Das richtige Ambiente also für diesen in die Kritik geratenen Streifen der nachträglich (ohne es zu wissen) die Weichen für mein weiteres Leben/Schicksal stellen sollte .

Die Rede ist von dem Film ASSAULT-ANSCHLAG BEI NACHT und der Name des unbekannten Regisseurs war natürlich JOHN CARPENTER.

Danach sollte für mich nichts mehr wie vorher sein. Es war fast als würde man ein unschuldiges Lamm zur Schlachtbank führen. Das Kino war bis auf eine nichtmal handvoll schräger Gestalten leer. Nur eine einsame Bierflasche rollte den Boden entlang. Freie Sitzwahl also. (Einer der Vorzüge des damaligen Mittagskinos.) Der Film startete und man war sofort gebannt, bevor die ersten Bilder folgten. Eine der Stärken des Regisseurs war es die Filmmusik selbst zu komponieren. Die eigentliche Erfolgsformel dieses Regisseurs, wie sich viele Jahre später noch herausstellen sollte, da es wie eine persönliche Unterschrift der Bilder und Coolness der Akteure wirkte.

Zu dieser Zeit war man noch nicht Reizüberflutet, vieles was heute selbstverständlich anmutet, war zu dieser Zeit noch nie dagewesene Erlebniswelt. Nicht umsonst bezeichnet man Regisseure wie John Carpenter, David Cronenberg, Sam Packinpah + George A. Romero als Pioniere des damaligen neuen Kinos.

Die Atmosphäre des Streifens war dicht, die Darstellung der Gewalt durch seine Coolness fast schon gefährlich faszinierend, und Carpenter brach mit einer Regel nach der anderen was das typische 70. Jahre Hollywoodkino betraf. Das I-Tüpfelchen war für mich dann aber dass hier ein Verbrecher zum Helden stilisiert wurde.

Der von Darwin Joston brilliant dargestellte zwielichte Charakter Napoleon Wilson hatte mich so in seinen Bann gezogen, dass ich völlig vergass dass ich mich in einem Kino befand. Zwar hatten schon vorher Schauspieler wie Clint Eastwood+ Charles Bronson das Bild des zynischen Antihelden etabliert…aber noch noch nie auf so konsquente Art wie es hier von einem jungen , selbstbewussten Regisseurs mit ganz eigenen Visionen  serviert wurde. Gnadenlos werden hier Charaktere zusammengefügt die als geschlossene Einheit mit allen Mitteln funktionieren müssen um zu überleben. ( Unter anderen Umständen hätte hier sicher keiner dem anderen sein Leben anvertraut.)

Natürlich kam auch die Szene zum Zug, die in Amerika vermutlich für den Stein des Anstosses sorgte. ( Ich sage nur kleines niedliches Mädchen + Eiswagen!) Nach diesem Film hatte sich für mich jede Form von Softeiswagen auf Anhieb erledigt. ( Insider wissen was ich meine!)

irgendwie verging der Film wie im Flug und ich blieb noch 10 Minuten mit erweiterten Pupillen wie gebannt im Sitz kleben. Ein historisches Ereignis, denn einer der ersten deutschen John Carpenter Fans war geboren.

Wusste ich bis dato nicht was ich zukünftig machen sollte, war es nach diesem Kinobesuch mehr als klar. Kaum Zuhause angekommen, fing ich sofort an zu schreiben und zu zeichnen…was bis heute angehalten hat. Natürlich hat sich die Welt in den letzten Jahrzehnten (auch unter Einfluss der Technik) stark verändert, aber John Carpenter hatte uns eine düstere Zukunft präsentiert, die Angst machte und gleichzeitig faszinierte und zugleich zum kritischen denken anregte.

Etwas was im heutigen millionenschweren Blockbuster-Effektkino kaum noch stattfinden dürfte. Über 30 Jahre sind nun vergangen und ich habe mir nun in gestochener DVD -Qualität Assault erneut zu Gemüte geführt. ( Natürlich mit der alten Kinosynchronisation.) Trotz Retrooptik kann sich dieser Film schon wegen seiner minimalistischen Art und dichten Atmosphäre auch heute noch als cooler Klassiker problemlos behaupten.

Danke John, du hast mir den Weg gezeigt wie kaum ein anderer vor dir und vermutlich niemand mehr nach dir!

Die Welt soll FRÖHLICH bleiben!

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10.11.2016

Der erste Schock der Trumatisierung ist überwunden. Trump ist Präsident der USA. Um die Amerikanische Bevölkerung zu verstehen, muss man vermutlich selber Amerikaner sein. In Zeiten von Drohnen und anderen Kuriositäten wundert man sich eigentlich nicht mehr wirklich noch über Dinge die in der Neuzeit stattfinden. Gut, passiert ist passiert und ich könnte hier jetzt Seitenlang auf Fröhlich  Art ablästern… aber das würde nichts ändern an den vorhandenen Tatsachen.

Komme ich also lieber zu meiner neuen Veröffentlichung. Kommissar Fröhlich 9-Wenn Kowalski kommt… liegt jetzt in der Druckerei und wird in den nächsten Wochen erscheinen. Ich bin ein wenig Stolz auf diesen Band, da er doch eine Wende in der Serie darstellt. Ab jetzt immer mit doppelter Seitenzahl bestückt, kann ich jetzt meine autorischen Fähigkeiten voll ausschöpfen. Der Unterschied ist ziemlich wuchtig, da meine Hauptfigur nun endlich nicht mehr eingeschränkt agieren muss.

Fröhlich Fans, die es nicht mehr aushalten… können den Band gern schon jetzt bei Ihrem Comic-Händler vorbestellen…oder aber auch online über z.B. Thalia-Buchhandlung usw. Ich wünsche fröhliches Vergnügen.

Hier schon mal der Umschlag des 104 Seiten Bandes!

ansicht umschlag-fröhlich 9

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08.11.2016

Gestern hatte ich mal wieder einen kleinen Spaziergang zur Elbe gemacht um den Kopf freizubekommen und Energie aufzutanken. Mutter Natur ist da die perfekte Tankstelle. Nach längerer Zeit tauchte dann doch tatsächlich mal wieder direkt vor meiner Nase ein kleiner Seehund auf. Der fühlte sich sichtlich wohl und kann beim abtauchen erstaunlich lange die Luft anhalten. Es hatte sofort meine Stimmung angehoben, mich sozusagen Fröhlich gestimmt. Heute Morgen hatte dann der erste Schnee den Boden bedeckt.Hoffentlich ist diese plötzlich einkehrende Kälte kein symbolischer Hinweis auf die Präsidentschaftswahlen in den USA.

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03.11.2016

Pünktlich zu Halloween hatte ich jetzt 2 Zahnarzttermine. Beim lesen dieser Zeilen wird jetzt mancher eine Gänsehaut kriegen, und auch ich muss zugeben dass ich davor immer einen Mordsrespekt habe. Bei der zweiten Behandlung war dann eine intensive Wurzelbehandlung fällig und Karries musste ebenfalls behandelt werden. Mein Zahnarztteam war aber wie gewohnt sehr gewissenhaft.( Perfektionistisch wie ich auch)  Somit durfte ich dann fast 2 Stunden auf dem Folterstuhl sitzen. Trotz Betäubung musste ich dann kurz beim schrillen Bohrer Nervenschmerzen ertragen, aber wirklich nur ganz kurz. ( Sind schon die ersten Leser einer Ohnmacht verfallen?) Als Künstler/Krimi-Autor hat man natürlich eine Menge Phantasie…und da man nicht sehen kann was an einem gemacht wird, bleibt hier gedanklich viel kreativer Spielraum. Diese vielen unterschiedlichen Geräusche der speziellen Werkzeuge… verführen geradezu dazu sich gewisse Dinge vorzustellen bei geschlossenen Augen. Irgendwann war die Sitzung dann vorüber und ich musste mir eingestehen dass 52 keine 20 mehr ist. Ich bin bei sowas inzwischen hinterher deutlich erschöpfter als noch vor einigen Jahren. Die Zähne sind jetzt aber wieder in Topform ( Wer schön sein will…muss leiden.) bis auf einen weiteren Kandidaten auf der anderen Seite. dieser Zahn muss jetzt allerdings erstmal warten. Wieder Zuhause konnte ich dann erstmal entspannen bei einer Folge von der packenden schwedischen Krimi-Reihe >> die Brücke-Transit in den Tod<<. Diese Reihe ist inzwischen Kult und ein absolutes Muss für jeden Fan moderner düsterer Krimis mit komplexen Storys.

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28.10.2016

Gestern musste ich nach längerer Zeit mal wieder unter den Bohrer. Vor Zahnärzten hab ich wirklich Respekt ( auch wenn ich sonst nicht so leicht zu beeindrucken bin, was vermutlich an Fröhlich liegt.) Meine sind Gottseidank   Perfektionisten und zudem Fröhlich-Fans. Das Wartezimmer wurde jetzt auch gemütlicher aufgepeppt mit stilvollen fünfziger Jahre Lampen und ein paar Retro-Plattencovern von Udo Lindenberg und Panikorchester, Hair sowie den Moody Blues an den Wänden. Da fühlte ich mich gleich in meine Kindheit zurückversetzt.( Also Handy + Tattoofreies Zeitalter.) Nicht alles an damals war schlecht. Das Leid auf dem Folterstuhl hielt sich auch in Grenzen und beflügelte mal wieder die eigene Phantasie. Demnächst wird wohl auch mein Kommissar mal auf dem Stuhl des Schmerzes zu Gast sein. ( Das dürfte dann nicht ganz ohne Ironie ablaufen.) Nächste Woche gibt es dann noch eine Wurzelbehandlung, sozusagen Recherche vor Ort. Achja, Manfred Krug ist noch gestorben.

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23.10.2016

Und wieder etwas für das fröhliche Tagebuch. Gestern war ich nach längerer Zeit mal wieder auf der Comic-Mangaconvention im Hamburger Uni-Viertel. Eigentlich müsste es ja Manga-Comicconvention heissen, denn die Mangaszene dominierte hier eindeutig in den 3 Hallen. Auffällig war für mich als Künstler natürlich, dass verblüffend viele junge Leute etwas in kleine Blöcke zeichneten. Das war schön anzusehen und im Computerzeitalter ja nicht grad selbstverständlich. Ich hatte mich dann noch mit den üblichen Verdächtigen etwas kulturell ausgetauscht und mich nach 4 Stunden verabschiedet. Hat Spass gemacht.

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21.10.2016

Morgen ist die Comiccon und ich war jetzt solange nicht unter Menschen durch das viele schreiben an Kommissar Fröhlich , dass ich mich an grössere Menschenmassen erstmal wieder gewöhnen muss.

Vor einigen Tagen hatte ich die lustige Idee einem Hollywoodstar zu schreiben und ein paar Comicseiten mitzumailen. Zu meinem eigenen erstaunen hatte ich dann sogar eine kurze Antwort und ein paar Komplimente erhalten. Ok, aber worum geht’s?

In den 80 iger Jahren war ich ein grosser Fan der amerikanischen Krimiserie Hunter. (Die heute 50 jährigen werde diese Serie vielleicht noch kennen.) Die Serie war damals eine Art Parodie auf die Dirty Harry Filme mit Clint Eastwood. Hauptdarsteller war Fred Dreyer, der eine verblüffende Ähnlichkeit mit Eastwood hatte und auch von der Statur Eastwood entsprach. Das ungewöhnliche und reizvolle an der Serie war für mich aber eher die Partnerin von Fred Dreyer, und zwar Stepfanie Kramer in der Rolle der Dee Dee McCall. Dee Dee hatte häufig die grösseren Waffen und war zudem ebenso rauflustig und ironiefreundlich wie ihr Partner. Dieser Aspekt macht die Serie auch nach 30 Jahren noch höchst unterhaltsam für mich. In meiner Begeisterung musste ich das Stepfanie irgendwie mitteilen. Über die Antwort hab ich mich dann natürlich ganz besonders gefreut. Ich werd demnächst nochmal als Hommage ein Bild mit den beiden Hauptdarstellern anfertigen und hier ins Tagebuch setzen und natürlich (als grosser Dee Dee Fan und unheilbarer Seriennerd) an Stepfanie schicken..

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20.10.2016

Während ich grad nebenbei am Comicband Kommissar Fröhlich 11 für Gringo-Comics werkel, gehen mir mal wieder unterschiedlichste Dinge durch den Kopf. So auch schon Fragmente für Band 12 +13. Bei 104 Seiten Bänden ist eine explizitere Vorgehensweise als bisher erforderlich, denn solche Seitenmengen müssen erstmal mit zahlreichen und stimmigen Ideen gefüllt werden. Fröhlich wird somit nun zu einer Herausforderung der ganz besonderen Art, besonders in meiner Funktion als Autor für Erwachsenencomics.

 

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19.10.2016

Durch die Einführung einer neuen Figur im Fröhlich Universum kriegt die Serie für mich wieder einen neuen Reiz. ich war schon kurz davor das Interesse an meiner eigenen Schöpfung zu verlieren…als der rettende Gedanke kam die Serie um einen neuen Charakter zu ergänzen. Mit Fröhlich’s unehelicher Tochter Magda Zanowski erstrahlt Kommissar Fröhlich nun im neuen Autorenlicht. Manchmal verändert eine einzige Erneuerung eben alles. Erstmals in Erscheinung treten wird Magda noch dies Jahr in Band 10 heilige Stimmen.

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18.10.2016

Am Samstag den 22.10 ist mal wieder eine Comic/Mangaconvention in Hamburg. Nach jahrelanger Abstinenz werde ich mir die Geschichte einmal Undercover ansehen. Ist schon ein etwas seltsames Gefühl wenn man die 50 überschritten hat… sich unter zumeist jüngeren Leuten zu bewegen. Hinter dem Zeichenbrett rast die Zeit in Lichtgeschwindigkeit, so dass man nicht wirklich bemerkt wie die Jahre so dahinrauschen. (Auch der Comiczeichner/Autorenjob hat somit so seine Schattenseiten.) Ich werd die Sache aber mal entspannt auf mich zukommen lassen…da laufen ja auch noch ein paar andere alternde Visagen rum, so fühl ich mich dort nicht ganz wie ein Pädophiler.

Autor: Hagenow

Geboren:30.12.1963
Geburtsort:Hamburg
Beruf. Comiczeichner/Autor/ Storyboard-Layoutillustrator
Zeichnerisch aktiv seit Geburt.( Erst kam der Stift…dann der Schnuller.)
Erste Comicveröffentlichung 1985, seitdem fast durchgehend aktiv.
Hauptschwerpunkt : Die Krimidramaserie Kommissar Fröhlich.

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